Da die FF Weistrach immer wieder zu Menschenrettung mit eingeklemmten Personen gerufen wird, wurde am 05.08.2016 eine Übung genau zu diesem Thema durchgeführt. Die Übung wurde durch Gruppenkommandant Thomas Laaber organisiert. Pünktlich um 19:00 Uhr fuhren 25 Einsatzkräfte mit 3 Fahrzeugen zum Übungsgelände. Dort angekommen musste folgendes Szenario bewältigt werden: Nach einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten PKW´s wurden 3 Personen eingeklemmt wobei bei einem Fahrzeug ein Felsbrocken auf das Dach stürzte.

Unverzüglich wurde die Bereitstellungsplane mit den Utensilien zur Menschenrettung befüllt. Gleichzeitig wurden die Fahrzeuge mit Unterbauschiebeblöcke und Kantholz unterbaut damit sie sich im zuge der Menschenrettung nicht mehr bewegen können. Nachdem der Brandschutz mittels Hochdruckrohr und Feuerlöscher aufgebaut war, konnte mit der Menschenrettung unter Zuhilfenahme des hydraulischen Rettungssatzes begonnen werden.

Es wurden die verschiedensten Rettungstechniken mit dem hydraulischen Spreizer, Schere und Stempel gezeigt. Wobei die Rettung der Patienten über die Fahrerseite, Beifahrerseite und dem Kofferraum beübt wurde. Nach einer Übungsbesprechung konnte nach 1,5 Stunden die Heimfahrt angetreten werden.

Ein herzliches DANKESCHÖN gilt der Firma Gebetsberger für die Vorbereitung der Fahrzeuge und die Benützung des Übungsgeländes.

Am 23.07.2016 um 19:00 Uhr wurde eine Übung unserer jüngsten Gruppe 5 abgehalten. Die Vorbereitungen dazu führte Alexander Aigner und Annalena Pürmayr durch. Als Übungsannahme wurde eine verletzte Person auf einem Baugerüst angenommen. Mit den zwei lebensgroßen und ca. 70 Kilo schweren Übungspuppen konnte eine realistische Menschenrettung durchgeführt werden, wobei verschiedenen Rettungstechniken angewandt wurden.

Als erstes wurde die Rettung mit der Schaufeltrage über die angelehnte Schiebeleiter durchgeführt. Diese Technik wurde bereits bei Einsätzen durchgeführt und gehört zur Standardtechnik im Feuerwehrwesen.

Als zweite Technik wurde die verletzte Person mit einem Dreieckstuch abgeseilt. Nach rund einer Stunde konnten die 10 Feuerwehrmänner/frauen die Gerätschaften einräumen und einrücken.

Da in den Sommermonaten auch Landwirte Hochsaison haben wird auch bei der FF Weistrach für eventuelle Notfälle geübt.

Daher führte vor kurzem die Gruppe 4 eine Übung zum Thema "Landwirtschaftlicher Unfall" durch.

Als Übungsannahme überlegte sich Gruppenkommandant Friedrich Panholzer folgendes Szenario. Bei Reparaturarbeiten eines Kippers wurde eine Person im Brustbereich unter den Kipper eingeklemmt. Nachdem der Traktor gesichtert war, konnte mit der Menschenrettung begonnen werden. Zum Einsatz kam der hydraulische Rettungszylinder mit dem man den Kipper mühelos anheben konnte. Damit das Gerät im Boden nicht versank wurden Hölzer untergelegt.

Nach 1 Stunde konnte die 7 Feuerwehrmänner die interessante Übung beenden.

Am 31.07.2015 wurde die monatliche Übung der Gruppen 5 und 6 durchgeführt. Aus diesem Grund luden die Kameraden Klaus und Andreas Pickl zur Übung in den elterlichen Bauernhof ein.

 

1 Station: Entstehungsbrand und Personenrettung vom Heuboden!

Während eine Hochdruckleitung zum Brandherd verlegt wurde, rüsteten sich 3 Mann mit schweren Atemschutz aus. Aufgrund der Größe des Heubodens musste der HD Schlauch zweimal verlängert werden. Die Personenrettung wurde vom Atemschutztrupp mittels Schaufeltrage durchgeführt. Anschließend wurde der Patient über die Schiebeleiter möglichst schonend aus dem Objekt transportiert. Bei der Übungsbesprechung stellten wir fest, dass dieser Einsatzablauf zum Standardprozedere gehört und die Feuerwehrmänner diese Techniken aus dem Effeff beherrschen.

 

2. Station: Person unter Güllefassreifen eingeklemmt!

Die zweite Station hatte es in sich und verlangte daher Einsatzleiter Gregor Payrleitner alles ab. Die Person wurde direkt unter den Reifen eines mit Sechstausend Liter beladenen Güllefasses (Wasser) eingeklemmt (Gesamtgewicht ca. 8 Tonnen). Nach der Absicherung des Traktorgespannes mittels Radkeilen und Seilwinde konnte mit der Personenrettung fortgefahren werden.

Nach einer Unterbaukonstruktion mit Pölzholz versuchte man die Achse mittels Hebekissen zu heben. Dieser Versuch scheiterte. Danach wurde mit dem Spreizer versucht das Fass zu heben. Durch die leichte Schräglage der Wiese und den starken Druck verdrehte sich das Pölzholz. Daher musste auch dieser Versuch abgebrochen werden.

Als diese beiden Varianten ausgeschöpft waren veranlasste der Einsatzleiter das Fass auszulassen. Damit das Güllewassergemisch nicht unter das Fass und auf den Patienten läuft wurde mit einer Plane das Wasser abgeleitet. Durch die Erleichterung von einigen Tausend Liter konnte das Fass mit dem Spreizer gehoben und der Patient unter dem Reifen hervorgezogen werden.

 

Bei der Übungsbesprechung wurden weitere Optionen mit Hydraulikzylinder, Seilwinde und Südbahnwinde besprochen. Die begrenzten Anschlagmöglichkeiten wie auch der Platzmangel unter dem Fass machen so eine Rettung nicht leichter. Da in so einem Fall die wahrscheinlich schnellste Rettung erforderlich ist wurde auch besprochen das Fass an der Achse mit Holz unterzubauen (ggf. Hebekissen dazwischen) und die Reifen auszulassen um den Druck vom Patienten zu nehmen.

Im steilen Gelände ist das wieder eine andere Sache........ 

Die FF Weistrach stand mit 10 Mann und 2 Fahrzeugen rund 3 Stunden im Übungseinsatz.

 

Passend zur heißen Wetterlage wurde am Freitag den 03.07.2015 eine Nassübung zum Thema Wasserförderung über längere Strecken durchgeführt. Um das Übungsszenario so realistisch wie möglich zu machen wurde ein Teil eines abgedroschenen Strohfeldes angezündet. Um eine Ausbreitungsgefahr zu Verhindern wurde im vorhinein rund um den Übungsbereich die Erde umgeackert.

 

Am Übungsort angekommen stand das Feld bereits in Brand. Umgehend wurde vom nächstgelegenen Bach der "Zaucha" eine 300 Meter lange Relaisleitung mit 15 B Schläuchen gelegt. Zeitgleich bekämpfte die Mannschaft des Rüstlöschfahrzeuges 2000 mit einem Hochdruckrohr (120 Liter/Min) den Flächenbrand. Einige Kameraden rüsteten sich mit Feuerpatschen aus um die Brandausbreitung zu Verhindern, was auch sehr gut funktionierte.

 

Innerhalb kürzester Zeit konnte die Relaisleitung an Rüstlösch Weistrach zur Einspeisung angeschlossen werden. Danach wurde die Brandbekämpfung um ein Hohlstrahlrohr (Variabel bis 400 L/Min) und ein B Strahlrohr ohne Mundstück ( 800 L/Min) erweitert. Zur Spitzenzeit wurden daher 1320 Liter pro Minute auf das Feld aufgebracht. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde mit den Nachlöscharbeiten begonnen.

 

Unglücklicherweise verlor Verwaltermeister Gregor Payrleitner bei 35 Grad Außentemperatur die Kontrolle über sein Hohlstrahlrohr und durchnässte seine umliegenden Kameraden. Die Antwort der B Strahlrohrbesatzung folgte prompt. Umgehend beteiligte sich auch der Rohrführer des Hochdrucks an der Wasserschlacht. Nach rund 2 Stunden konnten 14 völlig durchnässte Feuerwehrmänner einrücken ;-)