Am 09.10.2014 nahm die FF Weistrach mit einem Atemschutztrupp (3 Mann) an einer Heißausbildung in Greinsfurth teil. Dabei handelte es sich um eine Atemschutzausbildung (Stufe 4) in einem gasbefeuerten Brandcontainer.

Nach der Sicherheitseinweisung wurde eine sogenannte Wärmegewöhnung durchgeführt. Dabei wurde ein Brandraum aufgeheizt wobei sich die Feuerwehrmänner in Bodennähe aufhielten. Vom Ausbilder wurden die Temperaturen an der Decke durchgegeben. Bei einer Deckentemperatur von 620 Grad - im Mittelbereich von 300 Grad und in Bodennähe von ca. 150 Grad wurde die Wärmegewöhnung beendet. Dabei konnte man deutlich spüren wie die Hitze langsam durch die Schutzbekleidung auf die Haut traf.

Danach rüstete sich der Trupp mit den Geräten aus und führte mit dem Hohlstrahlrohr einen ca. 15 minütigen Innenangriff unter sehr realistischen Bedingungen durch. Dabei wurde die Sicht durch den entstandenen Wasserdampf sehr erschwert.

Nach dieser weiteren Ausbildung verfügen die Feuerwehrmänner Gregor Payrleitner, Josef Payrleitner und Matthias Broucek die Voraussetzungen für die weitere Atemschutzausbildung der Stufe 5 für Feststoff (Holz) befeuerte Brandanlagen.

 

Da wir in der Gemeinde viele Landwirte haben wurde von Michael Sator (Gruppe 4) eine sehr interessante und realistische Übung am 07.08.2014 ausgearbeitet.

Übungsannahme: Ein Siloballen kam ins Rollen und erfasste den Landwirt, der Ballen stürzte in den Fahrsilo und begrub die Person unter sich.

 

In mühevoller Kleinarbeit wurde der rund 750 Kilo schwere Siloballen mittels hydraulischem Spreizer, Hebekissen und Pölzholzunterlagen angehoben. Aufgrund der runden und weichen beschaffenheit des Ballens mussten die Hebegeräte mehrmals umgesetzt werden. Nachdem der Ballen ausreichend angehoben wurde, konnte die hölzerne Übungspuppe herausgezogen werden.

Um eine möglichst schonende aber auch schnelle Rettung zu ermöglichen wurde eine Schaufeltrage verwendet die gesichert durch eine Rettungsleine über die Leiter gezogen wurde.

Die Übung konnte nach 1 Stunde mit neu gewonnenen Eindrücken beendet werden.

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, konnte am 12.07.2014 ab 13:30 der Einsatznachmittag gestartet werden. Unter der Leitung von Gregor Payrleitner und Manuel Steindl wurden die Mitglieder der Gruppe 5 und 6 speziell auf die Menschenrettung aus einem Kraftfahrzeug geschult. Ein ganz besonderes Augenmerk legte Payrleitner auf die Junge Gruppe 6, denen bei diesen Szenariotrainings der Einsatzablauf näher gebracht wurde. Besonders auf die persönliche Schutzausrüstung die Unfallstellenabsicherung und das richtige und ruhige Arbeiten wurde wert gelegt.

Natürlich spielte die Betreuung des Verletzten ebenfalls eine wichtige Rolle. Dabei wurden die Erste Hilfe-Maßnahmen neuerlich besprochen und wiederholt. 

 

Hier die Szenarien im Überblick:

Szenario 1: Verkehrsunfall - Füße der beiden Fahrer eingeklemmt

Szenario 2: Fahrzeug bleibt in instabiler Lage seitlich liegen, 1 Person im Fahrzeug

Szenario 3: Fahrzeugüberschlag - Rettungsöffnung über das Fahrzeugheck

Szenario 4: Rettung durch entfernen des Fahrzeugdaches

Szenario 5: Fahrzeugbrand - Löschen mit Pulverlöscher, Wasser und Schnellschaumangriffseinrichtung unter Atemschutz

 

Zum Abschluss wurde eine praktische Brandübung durchgeführt. Dabei wurde im Motorraum ein Grillwürfel angezündet. Danach konnten die Mitglieder beobachten wie das Fahrzeug langsam zu Rauchen begann und in weiterer Folge Feuer fing bis es in Vollbrand stand.

Bei dieser Bilderserien vergingen vom Anzünden bis zum Vollbrand rund 15 Minuten. Das rote Auto stand bereits nach 10 Minuten in Brand.

Nachdem das Fahrzeug in Vollbrand stand wurde dieses unter Atemschutz mit den zu Verfügung stehenden Löschmitteln gelöscht. Dabei wurden 2 Pulverlöscher das Hochdruckrohr wie auch die Schnellschaumangriffseinrichtung zum Einsatz gebracht.

 

Als Fazit der Brandübung kann man sagen: Wenn man Bemerk das es im Motorraum zu einer Rauchentwicklung kommt ist es meistens noch möglich die Feuerwehr zu alarmieren und die Fahrgäste zu retten. Die Bekämpfung des Brandes mittels Pulverlöscher ist möglich.

!!!!!!An oberster Stelle sollte trotzdem der EIGENSCHUTZ stehen!!!!!

Bei dieser Übung kam es aufgrund der Hitze zu einer Reifenexplosion bzw. traten teilweiße unter Druck stehende Betriebsmittel aus die sofort zu brennen begannen. Der Brand konnte mit einem geringen Einsatz von Wasser rasch gelöscht werden (ca.350 Liter pro Fahrzeug)

Um 18:00 Uhr konnten die 14 Feuerwehrmänner mit 3 Fahrzeugen in das Feuerwehrhaus einrücken. Bei einer gemütlichen Grillerei wurden die erlebten Eindrücke nachbesprochen und etwaige Fragen beantwortet.

Am 05 Oktober 2013 wurde eine große Katastrophenhilfsdienstübung in Wallsee durchgeführt. Die KHD Bereitschaft 3/1 des Abschnittes St.Peter/Au rückte als Löschzug mit den Fahrzeugen Kommando Weistrach, Pumpe Aschbach, Pumpe Goldberg, Pumpe Hochstrass, Tank Seitenstetten/Markt, Tank Biberbach und Versorgung Weistrach zur Großübung aus.

 

Im Konvoi fuhren die Feuerwehren nach Wallsee wo die Übung um 13:00 Uhr begann. Die 3. KHD Bereitschaft hatte unter der Leitung von Zugskommandant BI Thomas Gunsch die Aufgabe die brennende Reithalle der Burg Wallsee zu löschen. Zu diesem Zweck musste eine Schlauchleitung mit rund 40 B Schläuchen von der Donau Richtung Brandobjekt verlegt werden. Um den großen Höhenunterschied meistern zu können wurden 3 Tragkraftspritzen in die Leitung eingebunden. Durch die Schlauchboxen der FF Goldberg konnten in kürzester Zeit 18 B Schläuche verlegt werden. Gleichzeitig legten die Feuerwehren Aschbach und Hochstrass jeweils 10 B Schläuche um die Leitung fertig zu stellen. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Wehren war die Wasserversorgung innerhalb kürzester Zeit für die Brandbekämpfung sichergestellt.

 

Das Versorgungsfahrzeug der FF Weistrach kümmerte sich in der Zwischenzeit um die Verpflegung der Einsatzkräfte. Um ca. 16:00 Uhr fand eine Übungsbesprechung Nahe der Donau statt. Der 3. Zug war mit 7 Fahrzeugen und rund 40 Mann bei der Übung beteiligt. Um 17:30 Uhr rückte die FF Weistrach mit 7 Feuerwehrmännern und 2 Fahrzeugen wieder ein. 

Am 14.09.2013 wurde die Übung der Katastrophenhilfsdienst-Bereitschaft NÖ im Zentralraum Niederösterreich durchgeführt.

Übungsannahme war, dass auf Grund langanhaltender Trockenheit der Traisenfluss ab St. Pölten nur mehr sehr wenig Wasser führt und dadurch ein Fischsterben zu befürchten ist. Die Aufgabe der Feuerwehr bestand darin, eine ca 25 km lange Schlauchleitung von der Donaubrücke Mautern bis zum NÖ Landhaus nach St. Pölten zu verlegen.

Für die Schlauchleitung wurden 692 B-Schläuche benötigt und 52 Tragkraftspritzen in Stellung gebracht. Insgesamt nahmen 1033 Feuerwehrmitglieder an dieser Übung teil.

 

Die FF Weistrach rückte um 05:30 Uhr zum Treffpunkt nach Amstetten aus. Von dort aus fuhren die eingeteilten Feuerwehren aus Wallsee, Zell an der Ybbs, Pinnersdorf, Allhartsberg und Haidershofen in die Nähe von Statzendorf. Am Übungsort angekommen wurden wir von unserem Zugskommandant BI Thomas Gunsch von der FF Weistrach begrüßt. Nach einer Lagebesprechung wurde mit dem Aufbau der rund 1 Kilometer langen Relaisleitung begonnen. 

In unserem Teilstück legten die 6 Wehren eine B Schlauchleitung mit insgesamt 52 Schläuchen, wobei auch 2 Tragkraftspritzen eingebaut wurden. Nach dem Übungsende fuhr der Konvoi nach St.Pölten auf den Landhausplatz wo der Versorgungsdienst ein Mittagessen vorbereitet hat. Danach traten die 6 Weistracher Feuerwehrmänner die Heimfahrt an. Um 18:30 Uhr konnten wir in das Feuerwehrhaus einrücken.