Am 28.07.2010 um 19:00 Uhr wurde eine gemeinsame Übung der Gruppen 4 und 5 durchgeführt. Übungsannahme war ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person. Um die Rettung so schonend wie möglich durchzuführen wurde als erstes das Fahrzeug mittels Hebekissen und Unterbaublöcken fixiert.

Aufgrund der starken Deformierung der Fahrzeuge konnte man die Türen nur mit dem hydraulischen Bergesatz öffnen. Es wurden verschiedene Szenarien durchgespielt. Unter anderem wie man ein Dach richtig entfernt oder die richtige Handhabung des hydraulischen Zylinders.

Nach 2,5 Stunden konnten die 12 Feuerwehrmänner die Übung beenden.

Ein besonderer Dank gilt den beiden ehemaligen Autobesitzern für die Übungsobjekte. Weiters möchten wir uns für den Übungsplatz bedanken.

Um für einen eventuellen Ernstfall bestmöglich gerüstet zu sein, beübte die Feuerwehr Weistrach den Kulturhof, wo betreute Wohnungen errichtet werden.

Am Einsatzort angekommen brannte es bereits aus einer Wohnung im 2 Stock, wobei die Flammen bereits auf den Dachstuhl übergegriffen haben. Die Mannschaft des ersten Fahrzeuges begann umgehend mit einem Löschangriff von außen. Zeitgleich rüsteten sich 3 Männer mit schwerem Atemschutz aus.

Mit dem LFA-S wurde von der neuen 60.000 Liter Saugstelle Schörkhuber eine Leitung zur Wasserversorgung errichtet.

Der ATS Trupp durchsuchte die völlig verrauchte Wohnung. Nachdem die bereits bewusstlose Person lokalisiert werden konnte, wurde diese auf schnellstem Wege aus dem Brandraum gerettet. Während der Personenrettung stürzte das Stiegenhaus ein, wobei der Fluchtweg zerstört wurde.

Der Einsatzleiter reagierte schnell und leitete sofort eine Rettung über die Schiebeleiter ein. Durch diese Maßnahme konnte die Person wie auch der ATS Trupp sicher das Objekt verlassen.

Bei der Übungsbesprechung wurde über die taktische Vorgehensweise im Ernstfall diskutiert. Hauptfeuerwehrmann Hubert Leitner ist gleichzeitig Bauleiter dieses Objektes, mit ihm wurde eine Objektbegehung durchgeführt.

Nach 1,5 Stunden konnte diese interessante Übung mit neuen Erkenntnissen beendet werden.

Am 22.10.2011 wurde die jährliche Inspizierung durchgeführt. Dieses Jahr wurden die Weistracher Feuerwehren von Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Franz Kogler und Verwalter Franz Lehner inspiziert.

Die Inspizierenden wie auch Bürgermeister Erwin Pittersberger und Unterabschnittskommandant OBI Roman Öfferlbauer besuchten alle 3 Feuerwehhäuser, wo sie sich über den tadellosen Zustand der Feuerwehhäuser, Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände überzeugen konnten.

Nach dieser Inspizierung wurden die diesjährigen Inspizierungsthemen Schaumangriff, Seilwinde, Motorkettensäge usw. in einer gemeinsamen Übung beübt. Die FF Rohbach arbeitete die Übung bei der Familie Pickl aus.

Übungsannahme: Ein Baum stürzte auf eine Stromleitung und in weiterer Folge auf die neu errichtete Lagerhalle. Der in der Lagerhalle befindliche Hackschnitzellagerraum und Heizraum standen in Brand. Da die Feuerwehr beim Eintreffen keine Personen antraf musste ebenfalls von vermissten Personen ausgegangen werden.

Die Atemschutztrupps führten die Menschenrettung und Brandbekämpfung durch. Weiters wurde eine Gasflasche aus dem Gefahrenbereich transportiert und anschließend ausreichend gekühlt. Der Glimmbrand im Hackschnitzellager wurde durch einen Schaumteppich gelöscht. Die FF Goldberg errichtete eine Relaisleitung um die weitere Wasserversorgung sicher zu stellen.

Der in der Halle befindliche Traktor, mit einem Anhänger, voll mit Kunstdünger wurde mit der Seilwinde des Rüst Weistrachs aus der Halle gezogen. Zeitgleich wurde mit der Motorkettensäge der umgestürzte Baum entfernt.

Nach dieser Übung wurde eine Übungsbesprechung durchgeführt, wo sich Brandrat Franz Kogler für den professionellen Übungsablauf bedankte. Bgm. Erwin Pittersberger erwähnte das Jahr der Freiwilligen 2011 und bedankte sich bei den anwesenden 44 Feuerwehrmännern, für den ganzjährigen zeitaufwändigen Einsatz im Dienste der Freiwilligen Feuerwehr. Anschließend lud die Gemeinde Weistrach ins GH Hader ein.

Mitte Oktober organisierte Gruppenkommandant Fritz Panholzer eine interessante Übung. Übungsannahme war ein Unfall mit einem Traktor, wobei der Fahrer unter dem Reifen eingeklemmt wurde.

Der Traktor wurde mit der Seilwinde des RLFA gegen das Abrutschen gesichert. Mit den Hebekissen und Pölzholz konnte der Traktor angehoben werden und die verletzte Person gerettet werden.

Nach 1 Stunde rückten die Feuerwehrmänner wieder ein. 

Am 23.09.2011 wurde die Einsatzübung WEST des Abschnittes St.Peter/Au durchgeführt. Dieses Jahr wurde die Einatzübung von der FF Rohrbach ausgearbeitet. Nach der alarmierung über die Bereichsalarmzentrale Amstetten mittels Pager und SMS begann die Übung um 19:30 Uhr.

Übungsannahme war ein Brand der Hackschnitzelanlage. Aufgrund des starken Funkenfluges fing ein ca 15 Meter langer und 8 Meter hoher Hackschnitzelhaufen ebenfalls zu brennen an. Die massive Rauchetwicklung führte dazu, das die Kinder der Familie Nürnberger im Gebäude bewusstlos wurden.

Die Feuerwehr Weistrach bekam von der Einsatzleitung den Auftrag mittels Tragkraftspritze vom Bach anzusaugen und weiters die Pumpe St. Johann zu speißen.

Die weiteren Feuerwehren führten mittels schweren Atemschutz die Menschenrettun durch. Der brennende Hachschnitzelhaufen in der Lagerhalle wurde mittels Innenangriff und Wasserwerfer bekämpft.

Eine zweite Relaisleitung wurde von der FF Hochstrass gelegt und die leeren Atemschutzflaschen wurden von der FF St.Peter/Au befüllt.

Insgesamt nahmen 9 Feuerwehren des Abschnittes St.Peter/Au mit über 90 Mann teil. Die FF Weistrach war mit 2 Fahrzeugen und 13 Mann an der Übung beteiligt.